Fotos und Berichte
Tourtagebücher und Konzertbilder.

10.07.2010 Rastatt

Der Anlass zu diesem Konzert ist ein sehr bewegender. Es geht um die Erhaltung eines langjährigen Clubs für alternative Leute, die gemeinsam dort Musik machen wollen und auf ein offenes Publikum treffen, das dieses Angebot gern annimmt. 

Fotos:

Bericht:

Leider wird den Betreibern, die mit Herzblut dabei sind, das alles erschwert, weil die Stadt die Miete für dieses zum teil baufällige Gebäude fast verzehnfachen will. Da ist es richtig und wichtig, dass sich möglichst viele Stimmen für die langjährige Jugendarbeit und das Projekt Art Can Robert einsetzen, was hier in Form von diesem Festival stattfand.

Wilde Zeiten hätten erst sehr spät gespielt, jedoch hat sich kurzfristig eine andere Planung ergeben, somit spielten sie als letzter Open Air Act, d.h. gegen 20:30 Uhr. Während die meisten in der Abendhitze irgendwo herum lungerten gaben sich die Bands alle Mühe Schwung in diesen heißen Tag zu bringen.

Auf der Bühne wurde schon emsig aufgebaut und das Publikum wurde mit der schwindenden Hitze langsam nachtaktiv. Mit einem lauten Krach ging es los und „Adios Viva Punk“ krachte aus den Boxen. Seit kurzem wieder neu im Set, grub Michel „No one knows“ aus, dem folgten „Verlorene Gestalten“ und „Heroes“. Bei „Blitzkrieg Bop“ wurde erstmals bei diesem Gig vor der Bühne gepogt. Mit „Hass und Gewalt“ brachten WZ die Fans aus Kommando Zeiten zum schwärmen. Danach fegten die „5 Sterne Punks“ wie ein „Orkan über Frankfurt“ über die „Stadt der lachenden Gesichter“. Das war mal wieder sehr feinfühlig gesungen und um ein Haar hätte mich der Strom in den Untergang fast mitgerissen. Puh, das war knapp..

Es ging locker weiter mit „Homegrown“, ein Zeichen gegen rechte Gewalt wurde klar und deutlich mit „Nazi alter“ und „Halte dagegen“ gesetzt, beim letzteren hat Michel den Texter selbst, David am Schlagzeug, zu Wort kommen lassen.

Den Song „Gute Freunde“ nahm Michel zum Anlass, zur Situation vom „Art Can Robert e.V.“ einige Wort zu widmen und dazu appellierte er an das Publikum dieses Projekt zu unterstützen und darum zu kämpfen. „Blau am Rhein“ von dem Debütalbum wurde angestimmt. Das „Party“-Lied ließ nochmal alle durchdrehen, ehe ein eher ruhiges Stückchen „für die Situation in Griechenland“ und aus aktuellem Anlass kam mit dem Namen „Griechischer Wein“.

Sehr zur Freude der Fans spielten WZ einen Wunsch aus dem Publikum. „Liebesbrief´“ füllte die Herzen bevor „Punk und Polizei“ aus den Boxen donnerte und eine lange Fanreihe, die sich mit sporadischem Pogo abwechselte bildete. Als Finale kam „Weg ans Meer“ und wieder war es da, dieses Gefühl daß alles zu Ende geht, was sich ja als letztes Lied bestätigte.

Anschließend ging die Feier für das Publikum im Gebäude weiter. Ich hoffe, dass das Projekt „Art Can Robert“ noch lange eine Bestandteil der Jugendkultur dort bleiben wird. Respekt für die Künstler und die freiwilligen Helfer, die sich dafür einsetz(t)en!

Laute Grüße, susi

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