Fotos und Berichte
Tourtagebücher und Konzertbilder.

24.09.2010 Uersfeld / Junggesellenfest

Es war ein Freitag wie er im Tourbuch stand. Bei bestem Wetter ging es von Landshut aus Richtung Uersfeld in ein Kaff in der Eifel. Guter Dinge und vor allem mit guter Laune machen wir uns auf den Weg.

Fotos:

Bericht:

Die Straßen wurden schmäler, serpentinenförmige Kurven waren zu passieren, wir  kamen endlich in der schönen Gegend der Eifel an und ich konnte mich beim Lesen der Ortsnamen an etwas Einschneidendes Erinnern.

Richtig, da war es wieder! Im September im Jahre 2004 fand hier ein kleines Festival namens „Punk´n Roll“ statt, nur 10 km von Uersfeld auf dem Campingplatz in Müllenbach statt. Das Einschneidende daran war, daß ich hier mit vielen anderen heutigen Fans und/oder Bandmitgliedern zum ersten Mal „Wilde Zeiten“ und viele andere Gruppen gesehen habe, die heute meine Zusammenstellung auf dem Mp3 Player bestimmen. Darunter waren z.B. auch Betontod, Planlos, Massendefekt und die Parasiten. Und eben WILDE ZEITEN. „Was für´n Spinner, habe ich mir gedacht, als ich Michel vor 6 Jahren da auf dieser Bühne bei „Blau am Rhein“ gesehen habe. Irgendwas hat diese Band damals sehr interessant gemacht, als sie (ich glaube) gegen 16 Uhr dort spielten. Und dieses Etwas haben sie heute immer noch, wie ich finde.

In Uersfeld fragten wir einen Passanten, der uns den Weg zu diesem Zelt gut erklärte und da waren wir nun. Mitten im Nichts fanden wir ein großes Festzelt und traten hinein. Es waren nicht viele potentielle Gäste anwesend, was aber der Stimmung keinen Abbruch tat. Mit der Zeit kamen immer mehr Gäste mit bunten oder hochgestellten Haaren und der Auftritt rückte näher. Es sollte ein schöner normaler Abend werden.

Gegen halb 10 war es soweit. Licht aus und Bühne frei. Mit besinnlicher Einführungsmusik kamen die Jungs von WZ auf die Bühne. Michel kam wie gewohnt zum Schluß und brüllte mit einem Urschrei den Konzertsstart an.

„And so we go“ machte die Einführung. Mit dabei dieses Mal war auch wieder „Aggressionspotential“ bei den „5 Sterne Punks“, ja die „Verlorenen Gestalten“ hatten sogar einen „Liebesbrief“ in die „Stadt der lachenden Gesichter“ zum „Letzte(n) Gebet“ mitgebracht.

Bei „Blau am Rhein“ kamen wieder diese Gedanken vom ersten Konzert vor 6 Jahren wieder hoch und ich freute mich einfach wie damals über den verrückten Kerl, der diesen Song da ins Mikrofon sang. Nach gefühlten „1000 Meilen“ näherte sich das Set dem Ende, welches nach dem „Partysong“ und dem „Weg ans Meer“ eintraf. Es war eines der besten Konzerte seit langem.

Das Publikum ging gut ab und ich war wirklich überrascht. Der „Junggesellenverein“ in Uersfeld wird in meinem Kopf unter den besten Konzerten von WZ gespeichert und ich komme gern wieder. Schön, daß auch einige Mainzer den Weg dorthin gefunden haben.

Der Abend wurde von „Schmeisig“ aus Köln mit einem schönen, vielseitigen Cover-Programm abgeschlossen. Mit abwechlsungsreichen Instrumenten und einem Set aus vielen Musikgenerationen von den Ärzten bis WIZO war alles dabei.

Vielen Dank an die Veranstalter für Organisieren, an die Fans fürs Mitfeiern, an die Techniker für den Sound und fürs Licht an die Crew und an die beiden Bands für eine schöne musikalische Unterhaltung und besonders an Bine, Vaddi, Matze, Chrissi und Gisela fürs Dasein bzw. Fahren. DANKE!

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