| Tourtagebücher und Konzertbilder. |
01.10.2011 Wilde Zeiten Release auf dem Schiff „Möve“ / Mainz
Seit Monaten fieberten wir Fans von WZ auf dieses Event hin. Wir sprechen hier von der Realeaseparty zum neuen Album „Atomparty“. Es wurde ein Konzert in einem besonderen Rahmen versprochen und so wurde kurzerhand ein Schiffchen gemietet, und los gings.
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Nach kurzen Vorbereitungen mit Anlagenaufbau, kurzem Soundcheck und dem Anbringen der Außendekoration mit Hilfe des Kapitäns ging es rheinaufwärts los. Das Banner, welches für die Force Attack Bühne zu groß war, passte hier optimal.
Es fanden sich bei bestem Wetter schon um die Mittagszeit neben wenigen Mainzern bereits viele aus der Ferne angereiste Besucher auf der Höhe des Rheinufers ein. Die „Möve“, so hieß das Schiffchen war schon seit über einem Monat komplett ausverkauft. Seit dem Ablegen bereits litt das „Raucherdeck“ an permanenter Überfüllung. Mit einer Viertelstunde Verspätung, viertel vor 2, legte der Kapitän ab und Michel begrüßte das Publikum. Spätestens jetzt wurde sich ausgiebig gegrüßt und man freute sich über so manches Wiedersehen.
Nach einem kurzen Moment des Innehaltens und großes Freuen über das bewusste Erleben dieser besonderen Zeit fing auch schon das Konzert an. Die Kapelle machte sich auf den Weg zum Vorderdeck und die Bandmitglieder nahmen ihre Plätze ein. Mit einem lauten Tamtam von David stimmte Michel den Song Revolution an.
Es wurden nahezu alle Songs vom heute veröffentlichten Album „Atomparty“ präsentiert. Vor der Bühne herrschte dichtes Gedränge und obwohl die geringe Deckenhöhe jede Bewegung nach oben von größeren Menschen unmöglich machte, ließ sich Matze, ein Fan der ersten WZ Stunde auf Händen den schmalen voll gestellten Gang nach hinten tragen. Hier war ein(e) kleine(r) Mensch(in) im klaren Vorteil.
Beim Song „Wir sind Mainz“, der kürzlich auf der gleichnamigen Maxi erschien, ließ es Michel sich nicht nehmen, aus bekannten Gründen mit einem Augenzwinkern gegen Alex zu sticheln.
Natürlich gab es auch viele Klassiker aus alten Tagen zu hören. So wurde zu Fünf Sterne Punks, Blitzkrieg Bop, und 1000 Meilen abgefeiert. Gen Ende des ersten Teils drehte das Schiff zum zweiten Mal und es ging zurück zur Anlegestelle, vermutlich rechnete der Kapitän nicht mit dem hohen Bierkonsum der Besucher. Bei dieser Gelegenheit stiegen an einer zweiten Anlegestelle weitere verspätete Fans und Ehrengäste auf das Schiff zu, darunter auch Hans Christian Müller bekannt als Produzent vom 1000 Meilen Video und Urheber der Songs „Uns kann nichts mehr passieren“ und „Gut gehn“. Schön, daß er es doch noch schaffte. Pause.
Dicht an dicht gereiht stand das pogofreudige Publikum im relativ schmalen Gang zwischen den Bänken. Der zweite Teil vom Set rockte noch mehr. Michel hielt das Mikro gelegentlich in Fanrichtung und es wurde kräftig mitgesungen. In welche Richtung die Möve auch fuhr, sie erregte überall Aufsehen, z.B. bei einem frustrierten Angler, dessen Fische durch die Musik wohl nicht so recht anbeißen wollten, weil sie diesen Moment verständlicherweise erleben wollten. Zuhörer am Ufer winkten und filmten das Spektakel, nachdem Michel diese bei vielen Stücken über die Reeling hinaus direkt gesungen hatte. So kam es auch, daß ein kleines Motorboot auf gleicher Höhe für ungefähr 10 Minuten mitfuhr, um den Klängen zu lauschen.
Zum Song „Feiern“ wurden für drei Kameras eingesetzt, man darf gespannt auf das Video zu dem Song sein. Ein ganz besonderes Feeling entwickelte sich bei den Songs Land zu sehn und Weg ans Meer, das wirkte so stark und entwickelte eine für mich unerklärliche Eigenenergie. EJOH stellte sich als Livegranate herraus und das Cover von Griechischer Wein wurde heute in einer komplett anderen Textfassung als sonst gesungen, was auch für den Song Banker galt, der im Ursprung von Grönemeier als „Männer“ bekannt ist.
Nach dem Konzert wurde eine anständige Party im „Nirgendwo“ gefeiert, und als der Wirt die Kneipe dicht machte, ging es im „Good Times“ und im „Knerzje“ weiter. Man munkelte, dass zwei Musiker der Band und ein treuer Mainzer Fan zwei Tage lang durchgehend gefeiert hatten..
An dieser Stelle komme ich auch hier zum Ende. Vielen Dank an WZ für und alle Fans für dieses einmalige Erlebnis.
Laute Grüße,
susi
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